Greedy-Muster
Greedy wählt lokal optimale Schritte in der Hoffnung auf ein globales Optimum. Manchmal korrekt (Huffman, Intervallscheduling mit richtiger Regel), manchmal nur Heuristik.
Beweisbedarf: Matroid oder Austauschargument, sonst Gegenbeispiel.
Wo gebraucht
Scheduling nach Deadline, Huffman-ähnliche Codierung, kanonischer Münzwechsel, Activity Selection. Schnell, aber nur korrekt mit Beweis oder klarem Gegenbeispiel-Check.
Vertiefung
Ein Greedy-Algorithmus baut eine Lösung schrittweise auf und wählt jeweils den nach einem Kriterium günstigsten nächsten Schritt. Frühere Entscheidungen werden im normalen Ablauf nicht erneut untersucht. Effizienz allein beweist jedoch nicht, dass das Resultat global optimal ist.
Ein Korrektheitsbeweis verwendet häufig ein Austauschargument: Eine optimale Lösung lässt sich so umformen, dass sie die Greedy-Entscheidung enthält, ohne schlechter zu werden. Alternativ zeigt eine Greedy-Choice-Eigenschaft zusammen mit optimaler Teilstruktur, dass die Restaufgabe dieselbe Form behält.
Schwierigkeitsstufen
- Wahlregel und verbleibende Teilaufgabe benennen.
- Ein Gegenbeispiel für eine plausible Regel suchen.
- Ein Austauschargument für eine korrekte Regel formulieren.
Fallstricke
Eine anschauliche Heuristik ist noch kein Beweis. Besonders bei Gewichten oder Nebenbedingungen kann eine zunächst günstige Entscheidung spätere Möglichkeiten so einschränken, dass das Gesamtergebnis schlechter wird.
Tasks
Card Info
- Topic: Algorithmen und Datenstrukturen
- Difficulty: Beginner
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